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Förderungen für Elektroautos in Österreich 2026: Was noch übrig ist

Von der Redaktion · 4. Juli 2026 · 8 Min Lesezeit
Das Wichtigste in Kürze
  • Die direkte staatliche Kaufprämie für Elektroautos gibt es 2026 nicht mehr - das Programm 'E-Mobilität 2025' endete mit 31. März 2026, neue Registrierungen sind nicht möglich.
  • Was bleibt: die volle NoVA-Befreiung (0 g/km CO₂) und die Befreiung von der motorbezogenen Versicherungssteuer - zusammen oft ein vierstelliger Vorteil.
  • Die THG-Prämie bringt jährlich rund 100 bis 125 Euro, die Wallbox-Förderung 400 bis 1.500 Euro.
  • Für Betriebe gibt es Vorsteuerabzug, den auf 22 Prozent erhöhten Investitionsfreibetrag (bis Ende 2026) und den Sachbezug von null Prozent.
Förderungen für Elektroautos in Österreich 2026: Was noch übrig ist

Die Kaufprämie ist Geschichte

Jahrelang war die staatliche Ankaufsförderung das stärkste Argument für den Umstieg aufs E-Auto. Damit ist es vorbei: Eine direkte Kaufprämie für Elektro-Pkw gibt es 2026 nicht mehr - weder für Privatpersonen noch für Betriebe. Das Bundesprogramm 'E-Mobilität 2024' war schon Anfang 2025 ausgeschöpft, der Nachfolger 'E-Mobilität 2025' endete mit 31. März 2026. Neue Registrierungen sind nicht möglich.

Das klingt zunächst ernüchternd. Doch ein E-Auto ist deshalb nicht plötzlich teuer geworden - denn ein ganzes Bündel indirekter Vorteile bleibt bestehen, und die summieren sich.

Was bleibt: Steuervorteile

Der größte Batzen versteckt sich im Steuerrecht:

  • NoVA-Befreiung: Fahrzeuge mit 0 g/km CO₂-Ausstoß sind vollständig von der Normverbrauchsabgabe befreit. Je nach Modell spart das einen vierstelligen Betrag schon beim Kauf.
  • Motorbezogene Versicherungssteuer: E-Autos sind davon befreit - eine Ersparnis, die Jahr für Jahr anfällt, solange Sie das Auto besitzen.

Allein diese beiden Punkte gleichen einen guten Teil der weggefallenen Kaufprämie wieder aus.

THG-Prämie: Geld fürs eingesparte CO₂

Ein oft übersehener Bonus ist die THG-Prämie (Treibhausgas-Minderungs-Prämie). Sie belohnt E-Auto-Besitzer dafür, dass ihr Fahrzeug fossile Emissionen einspart - die Quote wird über Dienstleister gehandelt und ausgezahlt. Im Regelfall bringt das rund 100 bis 125 Euro pro Jahr, und zwar jedes Jahr aufs Neue. Der Aufwand ist gering: registrieren, Fahrzeugschein hochladen, Prämie kassieren. Wie das genau läuft, steht im Ratgeber zur THG-Prämie.

Wallbox statt Auto: Ladeinfrastruktur wird gefördert

Gefördert wird 2026 nicht mehr das Auto, aber die Ladestation. Die Bundesförderung für Wallboxen beträgt:

LadepunktFörderung
Wallbox Eigenheim (Einzelanlage)400 €
Mehrparteienhaus (Einzelanlage)800 €
Mehrparteienhaus (Gemeinschaftsanlage)1.500 €

Alle Details und den Antragsweg finden Sie im Ratgeber zur Wallbox-Förderung. Wer den Ladestrom mit einer eigenen PV-Anlage erzeugt, senkt die Betriebskosten zusätzlich.

Für Betriebe: die attraktiveren Hebel

Unternehmen fahren steuerlich weiterhin gut mit dem E-Auto:

  • Vorsteuerabzug: Für rein elektrische Firmenwagen ist der Vorsteuerabzug möglich - bei Verbrennern nicht.
  • Investitionsfreibetrag: Für E-Fahrzeuge auf 22 Prozent angehoben, die Maßnahme läuft bis Ende 2026.
  • Sachbezug null Prozent: Wird ein E-Firmenauto privat genutzt, fällt - anders als beim Verbrenner - kein Sachbezug an.

Landesförderungen im Überblick

Über den Bund hinaus bieten einzelne Bundesländer und Gemeinden Zusatzförderungen - überwiegend für die Ladeinfrastruktur, in einzelnen Fällen auch fürs Fahrzeug. Ein paar Beispiele (Stand 2026):

  • Niederösterreich: Zuschuss für die E-Auto-Anschaffung von Privatpersonen (bis rund 1.000 Euro) sowie für Ladeinfrastruktur.
  • Burgenland: Förderung privater Ladepunkte in Ein- und Mehrfamilienhäusern, bis zu 50 Prozent der Kosten.
  • Kärnten: Förderungen für E-Fahrzeuge und Ladestationen vor allem für Betriebe und Gemeinden - Bedingung ist Ladestrom aus 100 Prozent erneuerbarer Energie.
  • Oberösterreich und weitere Länder: Schwerpunkt auf dem Ausbau der Ladeinfrastruktur für Private und Unternehmen.

Die Programme, Töpfe und Fristen ändern sich häufig - ein Blick auf die Förderseite des eigenen Bundeslandes lohnt sich deshalb immer vor der Anschaffung.

Lohnt sich das E-Auto ohne Kaufprämie noch?

In der Gesamtrechnung meist ja. Die gesunkenen Neupreise, günstiger Ladestrom statt Sprit, kaum Wartung sowie NoVA- und Steuerbefreiung drücken die Kosten über die Haltedauer deutlich. Ein wichtiger Punkt bleibt der Restwertverlust - hier lohnt der genaue Blick. Wer clever kauft, etwa ein gepflegtes Gebrauchtes, umgeht die steilste Wertverlust-Phase. Welche Modelle sich aktuell lohnen, zeigt der Überblick zu den interessantesten Elektroautos.

Häufige Fragen

Kommt die Kaufprämie wieder?

Aktuell ist keine Neuauflage angekündigt. Die bisherigen Programme waren budgetiert und wurden nach Ausschöpfung beendet. Ob und wann eine neue Förderung kommt, ist offen.

Wo finde ich verlässliche Infos zu aktuellen Förderungen?

Einen laufend aktualisierten Überblick bieten der ÖAMTC und die Klimaschutz-Initiative klimaaktiv mobil.