Förderungen für Wärmepumpen in Österreich 2026
- Der Tausch einer fossilen Heizung gegen eine Wärmepumpe wird über die Sanierungsoffensive des Bundes mit bis zu 7.500 Euro (rund 30 Prozent der Kosten) gefördert.
- Das ergänzende Programm 'Sauber Heizen für Alle' richtet sich an einkommensschwache Haushalte und übernimmt bis zu 100 Prozent der Umstiegskosten.
- Landesförderungen lassen sich mit der Bundesförderung kombinieren - die Gesamtförderung steigt dadurch oft deutlich.
- Beantragt wird online auf sanierungsoffensive.gv.at, solange Budget da ist, längstens bis 31. Dezember 2026 - Registrierung vor Umsetzung.

Warum sich der Umstieg jetzt lohnt
Wer noch mit Öl oder Gas heizt, spürt es doppelt: steigende Energiepreise und kräftig steigende Gasnetzkosten. Der Umstieg auf eine Wärmepumpe wird deshalb kräftig gefördert - der Staat will fossile Heizungen aus den Kellern bekommen. Zwei Bundesprogramme greifen ineinander, dazu kommen die Länder.
Die Bundesförderung: Sanierungsoffensive und Kesseltausch
Das zentrale Programm ist der Kesseltausch im Rahmen der Sanierungsoffensive. Gefördert wird der Austausch einer fossilen Heizung (Öl, Gas, Kohle) gegen ein klimafreundliches System - vor allem die Wärmepumpe, aber auch Fernwärme oder eine Biomasseanlage. Die Förderung beträgt bis zu 30 Prozent der Investitionskosten, maximal 7.500 Euro für die Wärmepumpe. Dazu kommen zwei Zuschläge: Für eine Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung gibt es einen Bohrbonus von bis zu 5.000 Euro, für eine gleichzeitig errichtete Solarthermie-Anlage einen Solarbonus von 2.500 Euro. Damit lässt sich ein großer Teil der Umstiegskosten abdecken.
Sauber Heizen für Alle: bis zu 100 Prozent
Für Haushalte mit geringem Einkommen gibt es ein eigenes, besonders großzügiges Programm: Sauber Heizen für Alle. Hier werden nicht nur 30 Prozent, sondern bis zu 100 Prozent der Kosten für den Umstieg auf ein nachhaltiges Heizsystem übernommen. Damit soll die Energiewende im Heizungskeller auch für jene möglich werden, die sich die Investition sonst nicht leisten könnten. Ob man anspruchsberechtigt ist, hängt von Einkommensgrenzen ab.
Landesförderungen kombinieren
Zusätzlich zur Bundesförderung bieten viele Bundesländer und Gemeinden eigene Zuschüsse für Wärmepumpen. Diese lassen sich in der Regel mit der Bundesförderung kombinieren, wodurch die Gesamtförderung deutlich steigt. Wie hoch der Landesanteil ausfällt, ist je nach Wohnort sehr unterschiedlich - ein Blick auf die Seite des eigenen Bundeslandes lohnt sich vor jeder Planung.
So läuft der Antrag
Die Registrierung erfolgt ausschließlich online über das offizielle Portal sanierungsoffensive.gv.at. Sie ist seit 24. November 2025 möglich und läuft so lange, wie Budgetmittel zur Verfügung stehen, längstens jedoch bis 31. Dezember 2026. Wichtig: Man muss sich vor der Umsetzung registrieren und die Fristen für die Einreichung der Rechnungen einhalten. Wer zuerst umbaut und dann fördern will, riskiert, leer auszugehen.
Wärmepumpe und Photovoltaik: das ideale Duo
Eine Wärmepumpe läuft mit Strom - und der ist am günstigsten, wenn er vom eigenen Dach kommt. Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaikanlage senkt die Heizkosten massiv: Tagsüber heizt die Sonne quasi gratis, überschüssiger Strom lässt sich speichern oder teilen. Beide Anschaffungen werden gefördert - wer ohnehin saniert, sollte sie zusammen denken.
Häufige Fragen
Lohnt sich eine Wärmepumpe auch im Altbau?
Ja, sofern die Wärmeabgabe passt. Moderne Wärmepumpen arbeiten auch mit Heizkörpern effizient, ideal sind aber Flächenheizungen. Vor dem Umstieg empfiehlt sich eine Beratung, ob das Gebäude ausreichend gedämmt ist - das entscheidet über die Effizienz.
Welche offiziellen Stellen informieren?
Details und Antrag bieten die Kommunalkredit Public Consulting (Umweltförderung) sowie der Branchenverband Wärmepumpe Austria.